Vom Erprobungsauto zum Serienmodell
Die aktuelle Testphase ist mehr als eine Fortsetzung der bisherigen Pilotflotte. BMW arbeitet inzwischen am neuen iX5 Hydrogen auf Basis der fünften X5-Generation. Während die Fahrzeuge im Alltag erprobt werden, entstehen in München und Steyr bereits Prototypen der dritten Generation des Brennstoffzellensystems. Die spätere Serienfertigung dieses Systems ist für das BMW-Werk Steyr vorgesehen.
BMW entwickelt die neue Brennstoffzellengeneration gemeinsam mit Toyota. Gegenüber der bisherigen Technik soll das System kompakter, leistungsfähiger und effizienter werden. Nach Angaben des Herstellers fällt es rund 25 Prozent kleiner aus. Weitere Komponenten kommen aus Landshut, wo BMW unter anderem an der Hochvolt-Steuereinheit für den Wasserstoffantrieb arbeitet.
Auch beim Wasserstoffspeicher geht BMW einen neuen Weg. Sieben parallel geschaltete Hochdrucktanks bilden einen flachen Speicher, der mindestens sieben Kilogramm Wasserstoff aufnehmen kann. Für den Prototyp nennt BMW bis zu 750 Kilometer Reichweite und eine Tankzeit von weniger als fünf Minuten. Verbindliche Verbrauchswerte liegen noch nicht vor, weil sich das Fahrzeug weiterhin in der Entwicklung befindet.
Fünf Antriebe in einer X5-Baureihe
Der Wasserstoffantrieb wird nicht als isoliertes Kleinserienprojekt geplant. Die neue X5-Generation ist auf fünf Antriebsarten ausgelegt: Benzin, Diesel, Plug-in-Hybrid, Batterieelektrik und Brennstoffzelle. Der flache Wasserstoffspeicher nutzt dabei denselben vorgesehenen Bauraum wie die Gen6-Hochvoltbatterie. Das soll BMW ermöglichen, unterschiedliche Antriebe auf derselben Produktionslinie zu fertigen.
Für Leasinginteressenten ist die Abgrenzung vorerst einfach: Der iX5 Hydrogen ist noch kein Angebotsfahrzeug. Auch auf der iX5-Leasingseite stehen aktuell keine Angebote, die Wasserstoffversion ist erst für 2028 angekündigt.
Bis dahin bleibt die Infrastruktur eine zentrale praktische Frage. Ein Brennstoffzellenauto kann zwar ähnlich schnell betankt werden wie ein Verbrenner, ist im Alltag aber auf erreichbare Wasserstofftankstellen angewiesen. BMW positioniert den Antrieb als Ergänzung zum batterieelektrischen Auto und nicht als dessen Ersatz.