Die Ladeassistenz ist bereits verfügbar und spricht derzeit Deutsch und Englisch. Erreichbar ist sie über die EnBW-Servicenummer, die an den Ladestationen des Unternehmens angebracht ist.
Hilfe beim Ladestart und bei der Suche nach Alternativen
Im Gespräch fragt das System gezielt nach dem Problem und kann unter anderem eine Ladestation oder einen konkreten Ladepunkt identifizieren. Außerdem soll es beim Start eines Ladevorgangs helfen, die Nutzung von Ladekarte oder App erklären und einen anderen Ladepunkt in der Nähe nennen, wenn die aktuelle Säule nicht weiterhilft.
Nach Angaben von EnBW werden derzeit rund zwei Drittel der Anfragen direkt während des Gesprächs mit der Ladeassistenz bearbeitet. Das ist eine Unternehmensangabe und noch kein unabhängiger Nachweis darüber, wie häufig ein Problem tatsächlich vollständig gelöst wird. Für den Betreiber liegt der Nutzen vor allem darin, einfache Fälle früh abzufangen und das Serviceteam stärker auf schwierigere Anliegen zu konzentrieren.
Die KI ist dem technischen Support vorgeschaltet, ersetzt ihn aber nicht. Wer mit dem automatisierten Dialog nicht ans Ziel kommt, soll damit weiterhin Zugang zu menschlicher Unterstützung haben. EnBW kündigt zudem an, die Assistenz später um weitere Hilfen rund um das Laden zu ergänzen, nennt dafür bislang aber keinen konkreten Funktionsumfang.
Die Assistenz gilt nicht automatisch für jeden Ladepunkt im HyperNetz
EnBW nennt für sein HyperNetz inzwischen Zugang zu mehr als 900.000 Ladepunkten in Europa. Zu diesem Verbund gehören jedoch auch Stationen anderer Betreiber. Die neue Ladeassistenz beschreibt EnBW ausdrücklich über die eigene Servicenummer an EnBW-Ladestationen. Die Größe des HyperNetzes ist deshalb nicht mit der Zahl der Säulen gleichzusetzen, an denen der neue Dienst unmittelbar eingesetzt wird.
Für Nutzer ändert sich damit vor allem der erste Kontakt bei einem Ladeproblem. Statt ausschließlich auf die Verfügbarkeit eines Servicemitarbeiters angewiesen zu sein, steht die automatisierte Hilfe rund um die Uhr bereit. Ob sie im Alltag tatsächlich Wartezeiten verkürzt und die typischen Fehlerfälle zuverlässig löst, wird sich erst mit der Nutzung im größeren Maßstab zeigen.