Was hinter den 936 Kilometern steckt
Für die Fahrt nutzte Škoda einen Peaq 90 aus der Serienproduktion mit 91-kWh-Batterie, davon 86 kWh nutzbar. Der Hecktriebler leistet 210 kW und rollte auf 19-Zoll-Rädern mit serienmäßigen rollwiderstandsoptimierten Reifen. Nach Angaben des Herstellers lag der Durchschnittsverbrauch über die gesamte Strecke bei nur 9,2 kWh pro 100 Kilometer.
Gestartet wurde am 25. August mittags am Škoda-Stammsitz in Mladá Boleslav. Die Route führte durch Deutschland bis nach Zandvoort an der niederländischen Nordseeküste. Die beiden beteiligten Škoda-Mitarbeiter wechselten sich am Steuer ab und legten Pausen zum Ruhen und Essen ein, geladen wurde unterwegs nicht.
Entscheidend ist die Einordnung des Versuchs. Škoda nennt für den Peaq 90 in der Rekordmeldung eine homologierte WLTP-Reichweite von bis zu 647 Kilometern. Die 936 Kilometer lagen damit fast 45 Prozent darüber. Einer der Fahrer erklärt zugleich, man habe Route und Fahrweise gezielt auf maximale Reichweite ausgerichtet. Im normalen Kundenbetrieb werde das Auto nicht auf diese Weise bewegt.
Rekordfahrt ersetzt keine WLTP-Angabe
Damit ist die Fahrt vor allem ein Effizienzexperiment und kein Versprechen für Autobahn-, Winter- oder Urlaubsfahrten. Tempo, Temperatur, Höhenprofil, Wind, Reifen, Nebenverbraucher und Beladung können die tatsächliche Reichweite erheblich verändern. Auch die sieben Sitze des Rekordfahrzeugs machen den Wert nicht automatisch auf jede andere Peaq-Konfiguration übertragbar.
Für Interessenten, die den Peaq im Leasing vergleichen, ist deshalb die konkrete Variante wichtiger als die Rekordzahl. Auf der Preiswert-Leasen-Modellseite lassen sich Batterie, Antrieb und Sitzkonfiguration auseinanderhalten. Auch bei Škoda Leasing allgemein sollte die im jeweiligen Angebot ausgewiesene Fahrzeugkonfiguration die Grundlage des Vergleichs bleiben.
Der Peaq ist seit August in Mladá Boleslav in Serienproduktion und läuft dort gemeinsam mit Elroq, Enyaq und dem Octavia vom Band. Škoda meldete Anfang September bereits mehr als 10.000 Bestellungen. Der Reichweitenversuch kommt damit nicht aus einer frühen Prototypenphase, sondern kurz vor beziehungsweise während der Auslieferung der ersten Serienfahrzeuge.