Dieser Ratgeber erklärt, was ein Mopedauto von einem normalen Auto unterscheidet, welchen Führerschein Sie dafür brauchen und worauf Sie bei Zulassung, Versicherung und Sicherheit achten sollten. Mopedautos gehören nicht zu unserem Leasingangebot für Neuwagen – wir ordnen das Thema hier unabhängig ein.

Was ist ein Mopedauto?

Ein Mopedauto ist ein Leichtkraftfahrzeug der Fahrzeugklasse L6e: vier Räder, ein bis zwei Sitzplätze und eine bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h. Technisch liegt es zwischen Moped und klassischem Pkw – daher auch die gebräuchlichen Bezeichnungen 45-km/h-Auto oder Leichtmobil.

Wegen der Geschwindigkeitsbegrenzung sind Mopedautos vor allem im Orts- und Nahbereich unterwegs. Auf Autobahnen und Kraftfahrstraßen sind sie nicht zugelassen, und auch auf schnelleren Landstraßen bremsen sie den übrigen Verkehr spürbar aus.

Führerscheinklasse AM: Mindestalter und Umfang

Um ein Mopedauto zu fahren, benötigen Sie die Führerscheinklasse AM. Sie wird bundesweit einheitlich ab 15 Jahren erteilt – unabhängig davon, in welchem Bundesland Sie wohnen.

Die Klasse AM deckt neben Mopedautos auch zweirädrige Kleinkrafträder wie Mofas und Roller bis 45 km/h ab. Wie bei jedem Führerschein müssen Sie eine theoretische und eine praktische Prüfung bestehen, bevor Sie damit fahren dürfen.

Zulassung, Versicherung und laufende Kosten

Anders als ein normaler Pkw braucht ein Mopedauto keine reguläre Zulassung mit amtlichem Kennzeichen. Es läuft, wie ein Moped, über ein Versicherungskennzeichen – eine Kfz-Haftpflichtversicherung ist damit Pflicht und zugleich die Grundlage dafür, überhaupt am Straßenverkehr teilnehmen zu dürfen.

Aus derselben Einstufung folgen zwei praktische Erleichterungen: Für Mopedautos fällt keine Kfz-Steuer an, und eine turnusmäßige Hauptuntersuchung (TÜV), wie sie für zulassungspflichtige Pkw vorgeschrieben ist, entfällt. Das senkt den administrativen Aufwand, ersetzt aber nicht die eigene Sorgfaltspflicht: Bremsen, Beleuchtung und Reifen sollten Sie trotzdem regelmäßig prüfen lassen.

Sicherheit: Worauf Sie achten sollten

Mopedautos unterliegen nicht denselben gesetzlichen Sicherheitsanforderungen wie zulassungspflichtige Pkw. Crashtests, unter anderem vom ADAC, haben wiederholt gezeigt, dass viele Modelle bei Front- und Seitenaufprall deutlich schlechter abschneiden als reguläre Kleinwagen.

Auch die Sicherheitsausstattung fällt oft einfacher aus: Grundausstattung wie Beleuchtung und Bremsen ist vorhanden, Assistenzsysteme wie ABS sind je nach Modell aber nicht immer serienmäßig oder überhaupt erhältlich. Wer für einen jungen Menschen ein Mopedauto in Betracht zieht, sollte diesen Unterschied zu einem regulären Auto kennen und beim konkreten Modell gezielt nachfragen.

Vorteile und Grenzen im Alltag

Für 15- bis 17-Jährige ist das Mopedauto oft die einzige legale Möglichkeit, ein autoähnliches Fahrzeug zu fahren – mit entsprechenden Vor- und Nachteilen gegenüber einem regulären Pkw.

  • Mobilität vor dem Pkw-Führerschein. Sie sind wetterunabhängig unterwegs, ohne auf den Autoführerschein mit 17 oder 18 warten zu müssen.
  • Einfache Bedienung. Viele Modelle haben ein automatisches Getriebe und lassen sich unkompliziert fahren.
  • Weniger Verwaltungsaufwand. Kein amtliches Kennzeichen und keine Hauptuntersuchung senken den organisatorischen Aufwand gegenüber einem regulär zugelassenen Auto.
  • Begrenzte Reichweite im Alltag. Die 45-km/h-Grenze schließt Autobahnen und Kraftfahrstraßen aus und macht auch schnellere Landstraßen unpraktisch.
  • Geringeres Sicherheitsniveau. Wie im Abschnitt zur Sicherheit beschrieben, gelten für Mopedautos nicht dieselben Crashsicherheitsanforderungen wie für Pkw.
  • Begrenzter Stauraum und Komfort. Für längere Strecken oder mehrere Mitfahrer sind Mopedautos nicht ausgelegt.

Hersteller von Mopedautos

Am Markt für Mopedautos haben sich vor allem französische Spezialisten wie Aixam und Ligier etabliert, die seit Jahrzehnten Leichtkraftfahrzeuge dieser Klasse bauen. Welche Antriebsarten und Modelle aktuell verfügbar sind, ändert sich – prüfen Sie das im Zweifel direkt beim jeweiligen Hersteller oder Händler.

Häufige Fragen zu Mopedautos

Ab welchem Alter darf ich ein Mopedauto fahren?

Mit der Führerscheinklasse AM dürfen Sie ein Mopedauto bundesweit ab 15 Jahren fahren – deutlich früher als einen regulären Pkw.

Wie schnell darf ein Mopedauto fahren?

Die bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit liegt bei 45 km/h. Auf Autobahnen und Kraftfahrstraßen sind Mopedautos deshalb nicht zugelassen.

Braucht ein Mopedauto ein amtliches Kennzeichen?

Nein. Mopedautos laufen wie Mofas über ein Versicherungskennzeichen statt einer regulären Zulassung – eine Kfz-Haftpflichtversicherung ist dabei Pflicht.

Muss ich mit einem Mopedauto zum TÜV?

Eine turnusmäßige Hauptuntersuchung, wie sie für zulassungspflichtige Pkw gilt, ist für Mopedautos nicht vorgeschrieben. Regelmäßige Eigenkontrolle von Bremsen, Beleuchtung und Reifen bleibt trotzdem sinnvoll.

Sind Mopedautos so sicher wie ein normales Auto?

Nein. Mopedautos unterliegen nicht denselben gesetzlichen Sicherheitsanforderungen wie zulassungspflichtige Pkw, und Crashtests attestieren vielen Modellen deutlich schwächere Ergebnisse als regulären Kleinwagen.

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