Genau deshalb wird er überschätzt. Der Faktor kennt weder Ihre Laufzeit noch Ihre Laufleistung, und er sieht nicht, ob Sie eine Anzahlung geleistet haben. Dieser Artikel zeigt die Rechnung, ihre drei blinden Flecken — und den Vergleich, der stattdessen trägt.
So wird der Leasingfaktor berechnet
Der Leasingfaktor ist ein Prozentwert: Leasingfaktor = monatliche Rate ÷ Bruttolistenpreis × 100. Ein Faktor von 0,70 bedeutet, dass Sie pro Monat 0,70 Prozent des Fahrzeugwerts zahlen.
Entscheidend ist, welchen Listenpreis Sie einsetzen. Gemeint ist der Bruttolistenpreis des konfigurierten Fahrzeugs — inklusive Umsatzsteuer und inklusive der Sonderausstattung, die tatsächlich verbaut ist. Wer stattdessen den Grundpreis aus der Preisliste nimmt, rechnet sich den Faktor systematisch schön: Der Nenner ist zu klein, der Faktor zu hoch, und zwei Angebote werden auf unterschiedlichen Grundlagen verglichen.
Warum überhaupt eine Verhältniszahl?
Weil eine Rate für sich genommen nichts aussagt. Dieselbe Monatsrate kann für einen Kleinwagen teuer und für eine Mittelklasse-Limousine ein Sonderangebot sein. Der Faktor normiert die Rate auf den Fahrzeugwert und macht Angebote über Fahrzeugklassen hinweg vergleichbar — das ist seine Stärke und zugleich sein gesamter Nutzen.
| Angebot | Bruttolistenpreis | Monatsrate | Leasingfaktor |
|---|---|---|---|
| Kleinwagen | 24.000 € | 192 € | 0,80 |
| Kompaktklasse | 38.000 € | 266 € | 0,70 |
| Mittelklasse | 52.000 € | 312 € | 0,60 |



