Das aktuelle Angebot gilt für den elektrischen Kastenwagen mit 100 kW Leistung. Vereinbart werden 48 Monate und jährlich 10.000 Kilometer. Hinter dem Werbevergleich steht also ein konkret kalkulierter Gewerbevertrag, nicht die Aussage, dass jede Elektroversion des Vivaro genauso viel kostet wie jeder Diesel.
Welchen Diesel Opel zum Vergleich heranzieht
Die 325 Euro beziehen sich laut Opel auf die Leasingrate eines Vivaro Kastenwagen M mit 2,2-Liter-Diesel und 110 kW. Daneben zeigt die deutsche Herstellerseite einen Vivaro M Start mit kleinerem 1,5-Liter-Dieselmotor und 88 kW für 279 Euro netto monatlich. Beide Angebote laufen über vier Jahre mit derselben Jahresfahrleistung und ohne Sonderzahlung.
Auf die Vertragslaufzeit gerechnet ergeben sich beim Vivaro Electric 15.600 Euro netto an Leasingraten. Für den günstigeren 1,5-Liter-Diesel sind es 13.392 Euro. Die Differenz beträgt 2.208 Euro netto, also 46 Euro im Monat. Das ist kein Widerspruch zur beworbenen Preisgleichheit mit dem stärkeren Diesel, aber für Unternehmen mit begrenztem Fahrzeugbudget ein relevanter Unterschied.
Die Leasinginitiative läuft bereits seit dem Frühjahr. Als Opel sie am 18. März vorstellte, lag die damalige Vivaro-Electric-Rate bei 316 Euro netto und war bis Ende Juni befristet. Das jetzt veröffentlichte Beispiel für Oktober bis Dezember beträgt 325 Euro. Der Hersteller bietet also weiterhin eine vergleichbare Dieselrate an, allerdings nicht mehr zum ursprünglichen Aktionsbetrag.
Für welche Betriebe die Rechnung passt
Die monatliche Rate ist nur ein Teil der Kosten, die ein Fuhrpark tatsächlich trägt. Beim Elektrotransporter hängen die Betriebsausgaben wesentlich davon ab, ob Fahrzeuge regelmäßig am eigenen Standort laden können. Wer häufig auf öffentliche Ladepunkte angewiesen ist oder täglich längere Touren fährt, muss anders kalkulieren als ein Betrieb mit festen Stadt- und Regionalstrecken.
Auch die Fahrzeugkonfiguration zählt. Den Vivaro Electric gibt es mit unterschiedlichen Batterien und Karosserielängen. Opel ordnet dem aktuellen 325-Euro-Beispiel auf der Angebotsseite aber keine bestimmte Batteriegröße zu. Aus den allgemeinen Reichweitenangaben der Baureihe lässt sich deshalb nicht ableiten, welche elektrische Variante zu genau dieser Rate geliefert wird.
Die Aktion ist ein Gewerbeleasing mit Kaufoption über die Stellantis Bank. Überführungskosten fallen zusätzlich an. Wird die Kaufoption nicht ausgeübt, erfolgt bei der Rückgabe eine Abrechnung von Mehr- und Minderkilometern sowie gegebenenfalls Schäden. Der Vertrag muss bis zum 31. Dezember 2026 beim Leasinggeber eingehen und ist auf teilnehmende Opel-Partner beschränkt.
Für Unternehmen, die einen elektrischen Kastenwagen ohnehin in Betracht ziehen, schafft die Aktion einen belastbaren monatlichen Vergleich mit dem stärkeren Diesel. Ob der elektrische Vivaro in der Gesamtrechnung günstiger fährt, entscheiden jedoch das konkrete Fahrzeug, der Ladebetrieb und die Kosten außerhalb des Leasingvertrags.
