Skip to main content

Ist beim Auto-Leasing die Wartung Pflicht ? Wie sind die Bedingungen?

Wer ein Fahrzeug least, ist generell für die Wartung verantwortlich. Das müssen Leasinginteressenten wissen, wenn sie nach Leasingangeboten schauen: Zu den Kosten für den Leasingvertrag kommen noch diejenigen für Wartungen und Inspektionen, Reifenwechsel, Versicherung und HU/AU dazu.

Bedingungen für die Wartung des Leasingfahrzeugs

Die Wartung eines Leasingautos ist sogar an recht genaue Auflagen geknüpft. So schreibt der Leasinggeber eine zwingende Werkstattbindung und auch die Einhaltung von turnusmäßigen Wartungsintervallen vor. Er bleibt immerhin während der Laufzeit des Leasingvertrages der Eigentümer des Wagens. Daher kann er darüber bestimmen, wie Inspektionen und Wartungen abzulaufen haben. Er wird verlangen, dass sie pünktlich durchgeführt werden. Wenn ein Leasingnehmer dieser Pflicht nicht nachkommt, die sich durch entsprechende Rechnungen belegen lässt, haftet er bei der Rückgabe für Folgeschäden, die aus mangelnder Wartung resultieren.

Auch einen höheren Wertverlust des Wagens wird ihm der Leasinggeber in Rechnung stellen. Die Leasinggeber schreiben dabei eine Vertragswerkstatt vor, um die Qualität der Wartungen zu gewährleisten. Diese ist in der Regel etwas teurer als eine freie Werkstatt. Auch die Einhaltung dieser Bedingung muss der Leasingnehmer durch seine Wartungsrechnungen belegen. Der Hintergrund: Die Hersteller geben auf die Fahrzeuge heutzutage oft sehr lange Garantien. Diese gelten aber nur, wenn die Reparaturen in einer Vertragswerkstatt durchgeführt wurden.

Werbung

Wartung durch den Leasingnehmer vs. Full Service Leasing

Da die Leasingnehmer die Kosten für Wartungen unter den genannten Bedingungen (unter anderem der Werkstattbindung) schlecht einschätzen können, bieten fast alle Leasinggeber inzwischen das Full Service Leasing an. Das bedeutet: Die Kosten für HU/AU, Inspektionen, Verschleißreparaturen, Räderwechsel und turnusmäßige Wartungen sind in der Leasingrate enthalten.

Räderwechsel

Räderwechsel

Es können zusätzlich auch noch Versicherungskosten enthalten sein. Die angebotenen Leistungen unterscheiden sich je nach Paket. In einem echten Full Service Leasing ist wirklich alles drin bis auf Unfallreparaturen. Die Leistungen können wie folgt aussehen:

  • Leasingrate
  • Wartungsdienste und Verschleißreparaturen
  • Haftpflicht- und Vollkaskoversicherung
  • GAP-Deckung
  • Reifen- bzw. Räderwechsel
  • Ersatzwagenservice
  • Hol- und Bringservice
  • 24-h-Notdienst

Es handelt sich mithin um ein Rundum-Sorglos-Paket, bei dem sich der Leasingnehmer um gar nichts mehr kümmern muss. Bei einer fälligen Inspektion wird er vorab informiert und erhält für die Dauer der Inspektion einen Ersatzwagen. Dieser steht morgens vor der Tür, sein Leasingfahrzeug wird abgeholt und nach dem Ende der Inspektion (meistens am selben Tag) wieder im Austausch gegen das Ersatzfahrzeug vor die Tür gestellt. Der Leasingnehmer zahlt auch selbst keine Versicherungsbeiträge, vor allem aber muss er sich über die Kosten für Inspektionen, HU und Wartung keine Gedanken machen.

Er bezahlt sie über seine monatliche Leasingrate. Das ist höchst bequem, aber deutlich teurer als ein Leasingvertrag, bei dem sich der Leasingnehmer um alles selbst kümmert. Doch es gibt auch leicht abgespeckte Versionen dieses Service-Leasings, bei denen nur bestimmte Leistungen wie die Inspektionen und die HU/AU enthalten sind, wahlweise auch nur die Versicherung oder andere Bausteine. Sparfüchse rechnen nach und entscheiden über die für sie günstigste Variante.

Einfach ist das freilich nicht, weil es dabei gilt, die möglichen Kosten für eine Wartung selbst zu ermitteln. Wer allerdings nicht unbedingt den sparsamsten Leasingvertrag benötigt, lebt mit dem Full Service Leasing deutlich ruhiger.

Werbung

Ähnliche Beiträge


Keine Kommentare vorhanden



Sie können uns hier gerne einen Kommentar hinterlassen.

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*