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Leasingübernahme, eine gute Alternative zum Neuvertrag? Vorteile und Nachteile

Die meisten von uns denken beim Fahrzeugleasing an einen Neuvertrag. Es gibt allerdings eine weitere Möglichkeit an ein, in diesem Fall gebrauchtes, Leasingfahrzeug zu gelangen: die Leasingübernahme. Hier übernimmt man quasi den Wagen und den bereits bestehenden Vertrag eines anderen Leasingnehmers und führt diesen bis zum vereinbarten Laufzeitende fort.

Die Übernahme eines Leasingvertrages hat allerdings auch einige Tücken, die es im Vorfeld zu beachten gibt, um hinterher keine bösen Überraschungen zu erleben. Wir erklären in diesem Artikel, worauf man unbedingt achten sollte und erklären die Vorteile und Nachteile im Einzelnen.

Was genau ist eine Leasingübernahme überhaupt?

Eine solche Übernahme bedeutet grundsätzlich, dass während des laufenden Leasingvertrags der Leasingnehmer wechselt, der Vertrag somit auf einen neuen Nutzer des Fahrzeugs umgeschrieben wird. Der ursprüngliche Leasingnehmer kommt damit ohne vorzeitige Kündigung aus seinem Vertrag und der Übernehmende fährt das Fahrzeug für die bestehende Restlaufzeit, wodurch teilweise eine besonders kurze Leasingdauer für nur wenige Monate ermöglicht wird.

Warum sollte man überhaupt seinen Leasingvertrag abgeben wollen?

Da es leider schwierig, bis fast unmöglich, ist aus einem bereits laufenden Leasingvertag auszusteigen und diesen vor Ablauf zu kündigen (wir haben bereits ausführlich darüber berichtet) findet man immer wieder Personen, die auf der Suche nach jemanden sind die ihren bestehenden Leasingvertrag übernehmen wollen. Dies hängt in den meisten Fällen von der eigenen Lebenssituationen ab die sich zwischenzeitlich geändert hat. Gründe dafür kann es viele haben: man ist nicht mehr in der Lage die monatlichen Leasingraten zu bezahlen, der PKW gefällt nicht (mehr) und man möchte lieber ein anderes Fahrzeug fahren, u.v.m.

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Vorteile der Leasingübernahme

Wie oben bereits kurz erwähnt, hat man durch die Übernahme eines bestehenden Vertrages die Möglichkeit einen Wagen für einen eher kurzen Zeitraum zu leasen. Die aller meisten Leasingneuverträge laufen in der Regel zwischen 24 und 48 Monaten. Vielen Menschen erscheint dies zu lange und sie möchten sich nicht so lange binden. Durch eine Leasingübernahme hat man die Chance auf eine eher kurze Laufzeit, da man das Auto nur bis zur vereinbarten Restlaufzeit fährt und dann wieder an den Leasinggeber abgibt.

In den meisten Fällen zahlt man bei solch einer Übernahme auch keine Überführungskosten bzw. Auslieferungskosten, da diese ja bereits vom ursprünglichen Leasingnehmer bezahlt wurden. Hier spart man also i.d.R. schnell 500,- bis 1.000,- €.

Nachteile bei der Leasingübernahme

Leider gibt es aber auch einige Nachteile die nicht verschwiegen werden dürfen. So haftet der neue Vertragspartner für die Vorschäden die vom Vorbesitzer stammen. Ein nicht zu unterschätzendes Risiko wie wir meinen, da man ein bereits gebrauchtes Fahrzeug übernimmt welches man am Ende der Laufzeit ordnungsgemäß an den Leasinggeber zurückgeben muss.

leasingübernahme

Damit haftet man letztendlich für alle möglichen Schäden die während der Vertragslaufzeit entstanden sind, unabhängig davon ob es sich um Schäden handelt die man selbst verursacht hat oder die womöglich noch vom ursprünglichen Leasingnehmer stammen.

Da man als Laie sicherlich nicht immer alle (versteckten) Mängel erkennen kann sollte man vor Abschluss der Leasingübernahme auf ein neutrales Gutachten bestehen aus dem solche Dinge draus hervor gehen. Solch ein Fahrzeuggutachten minimiert das eigene Risiko deutlich, da es ansonsten kann es bei der Abgabe des Wagens an den Händler im Nachhinein richtig teuer werden kann. Lassen Sie sich davon keinesfalls abbringen, egal was Ihnen der Vorbesitzer erzählt und Ihnen versichert. Bestehen Sie unbedingt auf ein Gutachten eines Sachverständigen!

Es ist zudem zu beachten, dass oft auch zusätzliche Gebühren für die eigentliche Umschreibung des Leasingvertrages durch die Leasingbank berechnet werden. Man sollte also unbedingt einen Blick ins Kleingedruckte werfen bzw. Kontakt mit dem Leasinggeber aufnehmen um das im Vorfeld zu klären.

Ein sicherlich nicht unwesentlicher Nachteil ist die Tatsache, dass man den bestehenden Leasingvertrag und das Leasingfahrzeug eins zu eins übernehmen muss. Hier hat man i.d.R. also weder die Chance die jährliche Laufleistung nach den eigenen Wünschen und Bedürfnissen anzupassen noch kann man sich den Wagen nach seinem Geschmack zusammenstellen. Man muss das Fahrzeug genauso fahren wie der Erstbesitzer es seinerzeit nach seinen Wünschen bestellt hat. Man sollte also sicher sein, dass einem die Ausstattung, die Farbe und die Motorisierung selbst auch genauso gefällt.

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Ein weiterer Nachteil: die Abwicklung ist oft kompliziert und langwierig

Leider gestaltet sich die Übernahme eines bestehenden Leasingvertrages oft schwieriger als man denkt. Die Abwicklung ist meist kompliziert und es dauert somit auch eine gewisse Zeit bis alles in trockenen Tüchern ist.

Der Hauptgrund ist sicherlich ein einfacher: sowohl die Händler als auch die Leasingbanken sind eher daran interessiert Neuverträge abzuschließen. Es ist für beide erheblich lukrativer und interessanter Neuwagen an den Mann oder die Frau zu bringen anstatt eines Wechsels von einem Leasingnehmer auf einen anderen. Hiermit lässt sich kein Geld verdienen und somit ist auch erklärbar weshalb das Interesse daran auch eher gering bis nicht vorhanden ist.

Es bedeutet für den Leasinggeber letztendlich nur Aufwand und Arbeit. Aus diesem Grunde kann es schon mal etwas länger dauern bis der Wechsel vollzogen ist. Die Bearbeitungszeit kann sich durchaus hinziehen da die Unterlagen eher schleppend bearbeitet werden. Solchen Umschreibungen wird keine große Priorität beigemessen und somit kann es schon einmal bis zu 3 Monaten dauern bis letztendlich alle Formalitäten erledigt sind und der eigentliche Wechsel vollzogen wird.

Je nach noch offener Restlaufzeit kann diese Herangehensweise quasi das eigentliche aus für einen Wechsel bedeuten, da in den meisten Fällen die kurze Leasingdauer im Vordergrund stehen dürfte.

Zusatzkosten durch den zusätzlichen Haltereintrag

Und es gibt noch einen weiteren, nicht vernachlässigbaren, Nachteil den man nicht Verschweigen sollte: in manchen Fällen werden zusätzlichen Kosten an den neuen Leasingnehmer weitergegeben, da der eigentliche Wiederverkaufswert des Fahrzeuges sinkt, da nun ein zusätzlicher Halter in den Fahrzeugpapieren eingetragen werden muss. Da der Leasinggeber diesen Verlust verständlicherweise nicht tragen möchte, wird in einigen Fällen eine Extra-Gebühr in Höhe von 2 bis 3 Prozent des Fahrzeuglistenpreises zusätzlich erhoben. Das können dann schnell einmal unvorgesehene Kosten in Höhe von 1.000,- € und mehr bedeuten. Man sollte sich also unbedingt frühzeitig im Vorfeld beim Leasinggeber darüber informieren ob solche Zusatzkosten anfallen oder nicht um im Nachhinein keine bösen Überraschungen zu erleben.

Unser Fazit zum Thema Leasingübernahme

Insgesamt stehen wir eher kritisch zum Thema Übernahme von bereits bestehenden Leasingverträgen und sind ehrlicherweise kein Fan davon. Es spricht, außer der eher kurzen Vertragslaufzeit, kaum etwas für eine Leasingübernahme. Die eigentlichen Nachteile für den neuen Leasingnehmer überwiegen und machen diese Möglichkeit somit eher unattraktiv. Sowohl die möglichen Kosten und Gebühren als auch die oben bereits erwähnten zusätzlichen Nachteile zeigen deutlich, dass es sicherlich besser ist sich für einen Neuvertrag zu entscheiden.

Zudem finden sich, wie wir immer häufiger feststellen, in letzter Zeit immer mehr Leasingverträge mit einer kurzen Vertragslaufzeit von nur 12 Monaten auf dem Markt. Man muss sich also nicht unbedingt für einen Vertrag mit 24, 36 oder 48 Monaten entscheiden und ist somit flexibler unterwegs. Mit unserer praktischen Filtermöglichkeit kann man sich, mit nur einem zusätzlichen Klick, alle günstigen Leasingdeals mit nur einem Jahr Laufzeit anzeigen lassen.

Zudem besteht mittlerweile auch die Möglichkeit sich für ein sogenanntes „All-Inclusive Leasingangebot“ zu entscheiden. Auch diese glänzen mit einer eher kurzen Laufzeit. Einen ausführlichen Bericht zu diesem Thema haben wir hier für Sie zusammengestellt.

Unser Fazit: Besser Finger weg davon! Falls Sie sich letztendlich doch für eine Leasingübernahme entscheiden, checken Sie unbedingt im Vorfeld alle relevanten Dinge wie mögliche Extra Kosten, Vorschäden, etc. um das eigene Risiko zu minimieren!

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