Warum wurde mein Leasingvertrag abgelehnt?
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Von preiswert-leasen.de Redaktion
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Ein abgelehnter Leasingantrag ist ärgerlich, aber kein Sonderfall: Leasinggeber prüfen bei jedem Antrag die Bonität, und die kann aus ganz unterschiedlichen Gründen nicht ausreichen. Dieser Artikel zeigt, welche Gründe in der Praxis am häufigsten zu einer Ablehnung führen, ob der Leasinggeber sie offenlegen muss — und was Sie konkret tun können, bevor Sie den nächsten Antrag stellen.
Welche Unterlagen und Kriterien beim Leasingantrag grundsätzlich eine Rolle spielen, lesen Sie in Voraussetzungen für ein Pkw-Leasing. Hier geht es um den Fall, dass der Antrag bereits abgelehnt wurde — und wie es danach weitergeht.
Warum prüft der Leasinggeber überhaupt die Bonität?
Ein Leasingvertrag ist eine mehrjährige Zahlungsverpflichtung. Bevor der Leasinggeber sie eingeht, will er wissen, ob die Monatsrate über die gesamte Laufzeit zuverlässig gezahlt werden kann. Dafür fragt er üblicherweise eine Wirtschaftsauskunftei ab — bei Privatpersonen meist die SCHUFA, bei Unternehmen oft eine auf Unternehmensbonität spezialisierte Auskunftei — und gleicht das Ergebnis mit dem angegebenen Einkommen und den laufenden finanziellen Verpflichtungen ab. Fällt diese Prüfung negativ aus oder passt die Rate nicht zum verfügbaren Budget, kommt es zur Ablehnung.
Häufige Gründe für eine Ablehnung
Eine Ablehnung kann viele Ursachen haben, und Leasinggeber gewichten sie unterschiedlich. Die folgenden Punkte tauchen in der Praxis am häufigsten auf — sie sind aber keine automatischen Ausschlusskriterien, sondern fließen in eine Einzelfallentscheidung ein:
- Negative Einträge bei der Auskunftei. Etwa nicht bezahlte Rechnungen, offene Mahnverfahren oder ähnliche Zahlungsstörungen aus der Vergangenheit.
- Einkommen, das zur Rate nicht passt. Ein zu geringes oder unregelmäßiges Einkommen im Verhältnis zur geplanten Monatsrate und den bereits bestehenden festen Ausgaben.
- Probezeit oder befristeter Arbeitsvertrag. Wenn die Fortdauer des Einkommens über die Laufzeit unsicher erscheint, wertet das mancher Leasinggeber ungünstig.
- Kurze Selbstständigkeit oder junges Unternehmen. Ohne mehrjährige Jahresabschlüsse fehlt dem Leasinggeber oft die übliche Beurteilungsgrundlage.
- Bereits laufende Kredite oder Verpflichtungen. Weitere Darlehen, eine hohe Mietbelastung oder Unterhaltsverpflichtungen schränken den finanziellen Spielraum ein, den der Leasinggeber für die neue Rate sieht.
Muss der Leasinggeber die Ablehnung begründen?
In aller Regel nicht im Detail. Leasinggeber sind üblicherweise nicht verpflichtet, die genauen Gründe für eine Ablehnung offenzulegen — ähnlich wie bei einer Kreditablehnung bei einer Bank. Ein Nachfragen kann sich trotzdem lohnen: Manche Anbieter nennen zumindest eine grobe Richtung, etwa dass die Bonitätsprüfung nicht ausreichend ausgefallen ist, auch ohne zu einer vollständigen Auskunft verpflichtet zu sein.
Wichtig zu wissen: Die Kriterien für die Bonitätsprüfung legt jeder Leasinggeber selbst fest. Eine Ablehnung bei einem Anbieter bedeutet deshalb nicht automatisch eine Ablehnung bei einem anderen — die Einschätzung kann von Haus zu Haus unterschiedlich ausfallen.
Was Sie nach einer Ablehnung tun können
Statt es einfach noch einmal zu versuchen, lohnt sich zunächst ein Blick auf die wahrscheinliche Ursache. Diese Schritte helfen dabei:
- Selbstauskunft einholen. Nach der DSGVO steht Ihnen eine kostenlose Kopie der bei einer Auskunftei zu Ihrer Person gespeicherten Daten zu. So sehen Sie, welche Einträge vorliegen, und ob darunter etwas ist, das die Ablehnung erklären könnte.
- Fehlerhafte Einträge korrigieren lassen. Finden Sie in Ihrer Auskunft falsche oder veraltete Einträge, können Sie bei der jeweiligen Auskunftei eine Korrektur beantragen.
- Eine höhere Anzahlung anbieten. Eine Leasingsonderzahlung senkt die laufende Monatsrate und kann eine ansonsten knappe Bonität ausgleichen.
- Ein günstigeres Fahrzeug wählen. Eine niedrigere Monatsrate verändert das Verhältnis zum verfügbaren Einkommen — manchmal reicht schon eine kleinere Ausstattungslinie oder ein anderes Modell.
- Zweiten Antragsteller oder Bürgschaft prüfen. Manche Leasinggeber akzeptieren einen zweiten Antragsteller mit eigenem Einkommen oder eine Bürgschaft, um die Bonität zu stärken. Ob das im Einzelfall angeboten wird, entscheidet ausschließlich der jeweilige Anbieter.
Angebote, die mit „Leasing ohne Schufa“ werben, klingen nach einem einfachen Ausweg — sind in der Praxis aber häufig deutlich teurer als reguläre Verträge. Prüfen Sie zunächst die Optionen oben, und falls Sie ein solches Angebot dennoch in Betracht ziehen, die Seriosität des Anbieters und die Gesamtkosten sehr genau.
Häufige Fragen zur Ablehnung eines Leasingantrags
Kann ich es bei einem anderen Leasinggeber noch einmal versuchen?
Ja. Da jeder Leasinggeber seine Bonitätskriterien selbst festlegt, ist eine Ablehnung kein anbieterübergreifendes Urteil. Sinnvoll ist es trotzdem, vorher die wahrscheinliche Ursache zu klären, statt einfach mehrere Anträge parallel zu stellen.
Wie bekomme ich eine kostenlose Selbstauskunft?
Sie können bei der jeweiligen Auskunftei — etwa der SCHUFA — direkt eine Kopie der zu Ihrer Person gespeicherten Daten anfordern. Nach der DSGVO ist diese Auskunft kostenlos.
Wird die Ablehnung selbst irgendwo gespeichert?
Die Entscheidung des Leasinggebers, den Antrag abzulehnen, ist eine interne Entscheidung des Anbieters und keine Information, die er an eine Auskunftei meldet. Details zur eigenen Datenlage klärt am zuverlässigsten die Selbstauskunft.
Was bringen „Leasing ohne Schufa“-Angebote?
Sie verzichten auf die klassische Auskunftei-Prüfung, sind dafür aber in der Praxis häufig deutlich teurer als reguläre Leasingverträge. Prüfen Sie zunächst die anderen Optionen — eine höhere Anzahlung, ein günstigeres Fahrzeug oder ein zweiter Antragsteller — bevor Sie ein solches Angebot in Betracht ziehen, und dann die Seriosität des Anbieters genau.
Weiterführend zum Thema Leasingantrag
- Voraussetzungen für ein Pkw-Leasing
Die formalen Kriterien und Unterlagen, bevor Sie einen Antrag stellen.
- Leasingsonderzahlung
Wie eine Anzahlung die Monatsrate senkt und wann sie sinnvoll ist.
- Neuwagen-Leasing für Privatkunden: Lohnt es sich?
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