Ein Frunk ist der zusätzliche Stauraum unter der vorderen Haube eines Elektroautos – dort, wo bei einem Verbrenner der Motor sitzt. Der Name ist ein Kofferwort aus den englischen Begriffen „front“ und „trunk“ (Kofferraum) und hat sich im Deutschen als feste Bezeichnung durchgesetzt.
Ob ein Modell einen Frunk hat und wie groß er ausfällt, ist von Fahrzeug zu Fahrzeug unterschiedlich. Dieser Artikel erklärt, wie der Frunk entsteht, wofür er sich eignet und worauf Sie achten sollten.
Wie der Frunk entsteht
Ein Elektroauto braucht im vorderen Bereich der Karosserie keinen Verbrennungsmotor. Antrieb und Batterie sitzen bei den meisten Modellen an der Hinterachse oder verteilt im Fahrzeugboden. Dadurch bleibt im Vorderwagen Bauraum übrig, den Hersteller optional als zusätzliches Stauraumfach nutzen können – eben den Frunk.
Populär wurde der Begriff vor allem über US-amerikanische Elektroauto-Hersteller, die ihn früh in ihren Modellbeschreibungen verwendet haben. Inzwischen wird er herstellerunabhängig als umgangssprachliche Bezeichnung für den vorderen Stauraum genutzt.
Wofür sich der Frunk eignet
Der klassische Einsatzzweck ist die Trennung von Ladekabel und Gepäck. Wer das Kabel nicht zwischen Taschen und Koffern verstauen möchte, legt es in den Frunk – dort ist es griffbereit und beschmutzt den restlichen Stauraum nicht.
- Ladekabel und Ladezubehör, getrennt vom übrigen Gepäck.
- Kleinere, unempfindliche oder schmutzige Gegenstände wie Werkzeug, Warndreieck oder Pannenset – je nach Fahrzeug und Ausstattung.
- Zusätzliches Stauvolumen, wenn der Hauptkofferraum bereits voll ist.
Warum nicht jedes Elektroauto einen Frunk hat
Ein freier Bauraum vorne bedeutet nicht automatisch einen nutzbaren Frunk. Viele Hersteller belegen denselben Platz stattdessen mit Leistungselektronik, Klimatechnik, Steuergeräten oder Crash-Struktur. Ob daraus ein Stauraumfach wird, ist eine bewusste Packaging-Entscheidung im jeweiligen Modell – kein technisches Muss der Antriebsart.
Auch bei Modellen mit Frunk unterscheidet sich die Größe stark: von einem Fach in Handschuhfach-Größe bis zu einem echten Zusatzkofferraum, je nach Modell und Generation.
Was Sie beim Frunk beachten sollten
- Öffnungsmechanismus. Je nach Modell öffnet sich der Frunk über eine Taste im Innenraum, eine App oder rein mechanisch über einen Hebel wie bei einer klassischen Motorhaube.
- Entriegelung von innen. Nicht jeder Frunk lässt sich vom Innenraum aus öffnen oder verriegeln – das unterscheidet sich zwischen Modellen und lohnt einen Blick bei der Probefahrt.
- Zuladung. Wie viel Gewicht ein Frunk verträgt und wofür er sich eignet, gibt ausschließlich der Hersteller in der Betriebsanleitung vor – pauschale Angaben dazu sind nicht verlässlich.
Wer ein Elektroauto auch wegen des Frunks in die engere Wahl nimmt, sollte sich die tatsächliche Umsetzung am Fahrzeug ansehen: Größe, Zugänglichkeit und Details wie einen Ablauf für Feuchtigkeit gibt es nicht bei jedem Modell gleichermaßen.
Häufige Fragen zum Frunk
Was bedeutet der Begriff „Frunk“ genau?
Frunk ist ein Kofferwort aus dem Englischen „front“ und „trunk“ (Kofferraum) und bezeichnet den zusätzlichen Stauraum unter der vorderen Haube eines Elektroautos.
Warum haben Elektroautos überhaupt vorne Platz für einen Frunk?
Weil dort kein Verbrennungsmotor sitzt. Antrieb und Batterie liegen bei den meisten Elektroautos an der Hinterachse oder im Fahrzeugboden, wodurch im Vorderwagen Bauraum frei wird, den Hersteller optional als Stauraum nutzen können.
Warum hat nicht jedes E-Auto einen Frunk?
Weil der Bauraum vorne oft anderweitig belegt ist, etwa mit Leistungselektronik oder Klimatechnik. Ob daraus ein Stauraumfach wird, entscheidet der Hersteller im Rahmen des jeweiligen Modell-Packagings.
Lässt sich der Frunk immer von innen öffnen?
Nein, das ist von Modell zu Modell unterschiedlich. Manche Fahrzeuge erlauben eine Entriegelung über eine Taste oder App im Innenraum, andere öffnen den Frunk ausschließlich mechanisch von außen.
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