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Auto leasen oder kaufen? Vorteile & Nachteile im Überblick

Das Frühjahr ist traditionell eine Zeit, in der Autofahrer über eine Neuanschaffung nachdenken. Während dabei jahrzehntelang der Autokauf im Fokus stand, überlegen inzwischen auch immer mehr Privatleute, ob sie den neuen Wagen nicht lieber leasen sollten. Dafür gibt es gute Gründe, denn die Leasingangebote werden immer günstiger. Dennoch gilt es, die Vor- und Nachteile von Autokauf oder Autoleasing gegeneinander abzuwägen.

Vorteil Autokauf: Bares ist Wahres!

Gegen den Autokauf ist grundsätzlich nicht einzuwenden – allerdings nur, wenn der “Neue” bar bezahlt werden kann. Wer über ausreichend Erspartes verfügt, ist damit gut beraten. Das hat mehrere Vorteile:

  • Der Käufer erspart sich die Belastung durch eine langfristige Finanzierung. Dabei geht es gar nicht unbedingt um die Finanzierungskosten, denn derzeit (2019) sind Autokredite aufgrund der allgemein niedrigen Zinsen sehr günstig zu haben. Doch die Finanzierungsraten belasten über Jahre das Monatsbudget, während das Auto immer wertloser wird. Sollte unvorhergesehene Schwierigkeiten wie Arbeitslosigkeit oder Krankheit (eventuell gar Berufsunfähigkeit) hinzukommen, muss der nur halb bezahlte Wagen schlimmstenfalls zurückgegeben werden.
  • Auf eine Barzahlung gibt es bei den meisten Autohändlern einen satten Rabatt. Je nach Fahrzeugmodell und Baujahr kann dieser zwischen rund fünf bis über 30 Prozent betragen – Letzteres allerdings eher bei hochpreisigen Premium-Neuwagen.
  • Die Barzahlung motiviert den Händler stets zu weiteren Zugeständnissen. Mit etwas Verhandlungsgeschick holt der Käufer noch Zugaben wie Sonderausstattungen oder Winterreifen heraus.
  • Für den Händler und seine Bank bringt die Barzahlung viele Vorteile. Es entsteht kein Finanzierungs- und Rücknahmerisiko bei den oben genannten Szenarien (Krankheit, Arbeitslosigkeit …). Auch deshalb ist diese Variante des Autokaufs so beliebt.

Wichtig zu wissen: Die Barzahlung lässt sich aus der Sicht des Händlers und des Käufers betrachten. Dabei gibt es einen bedeutsamen Unterschied. Für den Händler spielt es keine Rolle, ob das Geld aus dem Privatvermögen des Kunden stammt oder ob dieser bei irgendeiner Bank einen Kredit aufgenommen hat und daher die Komplettsumme überweisen oder gar bar auf den Tisch legen kann. Wenn der Händler die komplette Kaufsumme auf einmal erhält, überlässt er dem Käufer alle Zulassungspapiere und ist die Sorgen mit diesem Wagen ein für allemal los.

Daher wird er zu den erwähnten Rabatten und Zugeständnissen bereit sein. Für den Käufer hingegen ist es schon ein Unterschied, ob er das Geld wirklich angespart hatte oder ob er sich in Wahrheit verschuldet hat. Bei der Kreditaufnahme bei einer Fremdbank (nicht der Autobank des Händlers) verlagert er nur das Kreditproblem, auch wenn er beim Autohändler auf diese Weise einen Rabatt und einen Satz Winterräder aushandeln kann.

Auto leasen oder kaufen

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Vorteile des Leasings

Auto-Leasing boomt inzwischen nicht nur im gewerblichen Bereich, sondern auch bei Privatpersonen. Es ist zwar ein klein wenig teurer als die klassische Finanzierung, doch wenn wir uns die aktuellsten Leasingangebote anschauen, ist kaum noch ein finanzieller Nachteil zu erkennen. Die Gründe für eine steigende Beliebtheit des Leasings leuchten schnell ein: Mit kleinen monatlichen Raten fahren Sie (meistens) einen Neuwagen mit all seinen Vorteilen, Sie binden sich dabei nicht allzu lange an ein bestimmtes Fahrzeug.

Während private Halter ihren Wagen oft über acht bis zehn Jahre fahren und dann schon mit den teuren technischen Verschleißproblemen kämpfen, gibt der Leasingnehmer das Fahrzeug wieder zurück, bevor die aufwendigen Reparaturen beginnen. Hinzu kommen moderne Komfort-Leasingverträge, in die sogar die Versicherungen, die Wartung und der Service (bis hin zum Sommer-/Winterräderwechsel) integriert sind. Die Vorteile lassen sich im Überblick wie folgt darstellen:

  • für Gewerbetreibende steuerlich Monat für Monat absetzbar
  • kalkulatorisch sehr sicher
  • führt zu einem Neuwagen oder jungen Gebrauchten im Abstand von drei bis vier Jahren
  • Komfort-Leasing mit Rundum-sorglos-Paketen möglich
  • schont im Gewerbebereich die Liquidität
  • ist für Unternehmen bilanzneutral
  • individuelle Vertragsgestaltung möglich
  • Zahl der Leasingangebote ist drastisch gestiegen – auch im Kleinwagensegment (interessant für Privatleute)

Gibt es auch Nachteile beim Leasing?

Der Nachteil etwas höherer Kosten ist nur sehr gering. Zwar ist eine Leasingrate auf den ersten Blick meistens etwas höherer als eine Finanzierungsrate für dasselbe Fahrzeug. Doch Vorsicht: Das finanzierte (gekaufte) Auto wird wertloser, dieser Aspekt müsste einkalkuliert werden. Wer sehr genau nachrechnet, stellt fest, dass manche Leasingangebote eigentlich günstiger sind als eine Finanzierung. Selbst wenn bei manchen Modellen das Leasing teurer bleibt, wiegen die anderen genannten Vorteile diesen Aspekt meistens auf. Zu beachten ist lediglich, dass bei der Rückgabe des Wagens erheblichere Schäden zum Abzug gebracht werden. Wer least, sollte mit dem Auto entsprechend sorgsam umgehen.

Das dritte Modell: klassische Finanzierung beim Händler

Auch den klassischen Autokredit beim Händler nehmen viele Käufer nach wie vor auf. Diese Variante wollen wir uns ebenfalls anschauen. Es gibt auch hierbei Vor- und Nachteile. Ein eindeutiger Nachteil ist, dass der Händler in diesem Fall garantiert keinen Barzahlerrabatt oder sonstige Vergünstigungen (siehe oben) anbietet. Es gibt allerdings auch vorteilhafte Finanzierungsangebote von den Autohändlern wie die sogenannte 3-Wege-Finanzierung. Dabei finanziert der Käufer zunächst über die Autobank inklusive vertraglich vereinbarter Anzahlung und Schlussrate und kann dann während der Laufzeit des Kreditvertrages (oft drei bis vier Jahre) über drei Wege nach Ablauf der Finanzierungsfrist entscheiden:

  • Weg 1: Der Käufer zahlt die Schlussrate und behält das Fahrzeug.
  • Weg 2: Der Fahrer gibt den Wagen zurück, erhält gegebenenfalls einen Barausgleich (je nach Zustand) und kann dann einen neuen Wagen anschaffen.
  • Weg 3: Der Halter finanziert zusätzlich die Schlussrate und behält das Auto. Das ist teuer, weil nochmals ein Kreditvertrag zu laufen beginnt, doch wer momentan nicht über das Bargeld für die Schlussrate verfügt, wählt oft diese Variante.

Die 3-Wege-Finanzierung ähnelt bezüglich des Handlings ein wenig dem Leasing, bei dem schließlich auch die Fahrer in manchen Fällen entscheiden können, ob sie den Wagen nicht nach dem Ende des Leasingvertrages ankaufen. Allerdings sind es juristisch zwei grundverschiedene Fälle. Die Finanzierung führt zum Eigentum am Fahrzeug, das Leasing niemals. Doch der Vorteil des Eigentums relativiert sich sehr schnell, wenn wir den Aspekt betrachten, dass ein Auto in jedem Fall wertloser wird – selbst wenn es nur in der Garage stünde. Wer bei der 3-Wege-Finanzierung den 3. Weg wählt, hat damit so hohe Kosten (durch die Komplettfinanzierung), dass Leasing vermutlich die günstigere Option wäre und zusätzlich nach drei bis vier Jahren zum nächsten Neuwagen führt.

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