Dieser Beitrag ordnet die Grundlagen: was gesetzlich Pflicht ist, was der Leasingvertrag üblicherweise zusätzlich vorschreibt, welche Rolle die GAP-Versicherung als eigentliche Leasing-Besonderheit spielt, und was im Schadenfall zu tun ist.
Haftpflicht ist Gesetz, Vollkasko ist beim Leasing Vertragssache
Nur eine Versicherung ist bei jedem zugelassenen Fahrzeug gesetzlich vorgeschrieben: die Kfz-Haftpflichtversicherung. Sie deckt Schäden, die Sie mit dem Fahrzeug anderen Verkehrsteilnehmern, Tieren oder Sachen zufügen — unabhängig davon, ob das Fahrzeug gekauft, finanziert oder geleast ist. Ohne sie darf kein Fahrzeug im Straßenverkehr bewegt werden.
Die Vollkaskoversicherung ist dagegen kein gesetzliches Erfordernis, sondern beim Leasing üblicherweise eine vertragliche Vorgabe des Leasinggebers. Weil das Fahrzeug sein Eigentum bleibt, will er es auch gegen selbst verschuldete Schäden und Vandalismus abgesichert wissen — die Formulierung dafür steht im jeweiligen Leasingvertrag, meist als Pflicht zu einem „angemessenen Versicherungsschutz". Wie streng diese Vorgabe ausfällt und welche Selbstbeteiligung dabei zulässig ist, unterscheidet sich zwischen Leasinggebern und Fahrzeugklassen — lesen Sie die Klausel in Ihrem eigenen Vertrag, statt sich auf eine allgemeine Regel zu verlassen.



